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Ihre Gastgeber im Bären Bäriswil
Ernst und Astrid Imboden mit Team

Etwas Geschichte zum Bären Bäriswil

Von den Winkelwirtschaften zu den Pintenwirtschaften.

Im Jahre 1860 fragte das Regierungsstatthalteramt Burgdorf, ob in hiesiger Ortsgemeinde eine Wirtschaft verlangt werde. Der Gemeinderat beantwortete die Anfrage «Bäriswil verlangt keine Wirtschaft».

Vier Jahre später steht im Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 15. Juni 1864: «wird angezeigt, es seien etliche Personen, die Winkelwirtschaft betreiben. Es wird erkennt, dieselben durch den Gemeindeweibel warnen zu lassen, solchen Unfug zu unterlassen».

Zwei Jahre später, 1866 war dies wieder ein Thema in einer Gemeinderatssitzung. Mehrere Einwohner hatten den Wunsch ausgesprochen, eine öffentliche Wirtschaft zu errichten, damit die Winkelwirtschaften aufhören. Darauf beschloss der Gemeinderat, «wenn sich jemand um eine Wirtschaft bewerben wolle, dieselben für eine Speisewirtschaft zu empfehlen.»

An der Gemeindeversammlung vom 22. Februar 1868 wurde durch den Stichentscheid des Präsidenten beschlossen, eine Wirtschaft für die Ortschaft Bäriswil zu verlangen. Am 21. November 1868 bewilligte das Regierungsstadthalteramt Burgdorf eine Speisewirtschaft auf den 1. Januar 1869. Nun ging es rasch. Die Publikation vom 26. wurde am Sonntag, den 29. November 1868 in der Kirche zu Hindelbank verlesen und der Termin für Wirtschaftsgesuche auf den 12. Dezember 1868 abends 6 Uhr festgelegt.

Es trafen vier Gesuche ein. Für zwei Gesuche wurden Zeugnisse ohne Einschränkung für die Erteilung des Wirtschaftspatentes ausgestellt, die beiden anderen Gesuchsteller mussten die Vermögens-bescheinigung selber beibringen. Anschliessend dauerte es dennoch fast zwei Jahre, bis die erste bewilligte Wirtschaft in Bäriswil entstand. An der Gemeinderatssitzung vom 5. September 1870 genehmigte der Gemeinderat das Zeugnis zum Wirtschaftsgesetz für Samuel Kläy und leitete es weiter. Im Sommer 1873 beantwortete der Gemeinderat eine Anfrage der Direktion des Innern des Kantons Bern.» In hiesiger Gemeinde befinden sich zwei Pintenwirtschaften der Herren Samuel Kläy Holzhändler, und Johann Witschi, Landwirt, welche mit Rücksicht auf die Bevölkerung als Bedürfnis erachtet werden. Es sollen jedoch keine ferneren Wirtschaften eröffnet werden.»

Wie oben erwähnt führte der Holzhändler Samuel Kläy ab 1873 eine Pintenwirtschaft. Nach mündlicher Überlieferung befand sich diese zuerst im Bauernhaus neben dem heutigen « Bären», der schon im Dorfplan 1884 eingezeichnet ist. Im Besitzerregister, das ab 1884 geführt wurde, sind neben Samuel Kläy bis 1928, vier weitere Besitzer eingeschrieben.

Fritz Eicher-Mäuslin kaufte 1928 den «Bären» und dieser blieb im Besitze der Familie bis 2003.

Von 1930 bis 1987 führte die Familie Eicher das Restaurant, zuerst Fritz mit seiner Frau Marie, später sein Sohn Fritz Eicher-Baumann mit seiner Frau Frieda und für kurze Zeit auch noch die Enkelin Doris Sollberger-Eicher mit ihrem Ehemann Simon.

Nebst der Wirtschaft war im Gebäude noch eine Metzgerei eingebaut mit Schlachtraum, Räucherkammer und Verkaufsladen. Von einer Schell-Benzintankstelle mit Handpumpe, erstellt im Jahre 1928 wurde auch erzählt. Fritz Eicher – Baumann baute Gästezimmer im «Bären» und vermietete sie. Später errichtete er den Anbau mit den Hotelzimmern und eine Wirte Wohnung.

Ab 1987 pachtete und führte Albert Balmer für 10 Jahre den «Bären».

Im 1997 pachtete die Familie Imboden den Bären für 5 Jahre.

Am 26. August 2003 wurde der Vertrag beim Notar unterschrieben und der «Bären» ging in Besitz der Familie Imboden über, die heute nach 20 Jahren immer noch die Wirtsleute sind.